Staatliche Hilfe für private Banken durchaus sinnvoll
geschrieben von Karl Kowald am 13.10.2008 um 04:36 Uhr
In den letzten Wochen und Tagen blieb in der Finanzwelt wohl kein Stein auf dem Anderen. Weltweit waren die Börsenkurse im freien Fall nach unten, besonders die Bankenwerte haben drastisch an Wert verloren, egal, ob berechtigt oder nicht, reine Panikverkäufe haben auch Banken ohne gro�e Spekulationsaktivitäten in Bedrängnis gebracht. Nun soll der Staat in die Presche springen und grö�ere Anteile an den wichtigen Banken kaufen. Viele Stimmen sagen nun, das der Steuerzahler für die Verluste der Bankmanager einspringen muss. Doch denken wir das ganze etwas weiter.
Derzeit sind die Bankenwerte aufgrund von Panikverkäufen sicherlich nicht mehr überbewertet, wenn nicht sogar schon unterbewertet. Kauft sich der Staat nun zur “Rettung” der Bank in diese ein, so bekommt er für sein Geld relativ mehr Anteile als wenn er es zu einem wirtschaftlich guten Zeitpunkt getan hätte. Ausserdem sinkt die Gefahr des Konkurses dadurch dramatisch und die Einlagenhaftung des Staates wird nicht schlagend, wodurch bei Nichteinstieg durch den Staat trotzdem Kosten für den Steuerzahler entstehen würden. Nun kann der Staat wieder auf wirtschaftlich bessere Zeiten warten und eben zu einem günstigeren Zeitpunkt die Anteile wieder verkaufen, wodurch er sogar noch Gewinne erwirtschaften kann. Insofern darf man diese Kaufaktion nicht für sich alleine betrachten sondern muss auch den Schritt weiter in die Zukunft denken um die Vorteile solcher Aktionen erkennen zu können.
Kategorie: Wirtschaft & Politik | Sei der Erste »
